Volleyballfest im Feldli: Uri wird zur Innerschweizer Bühne

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Altdorf wurde am vergangenen Wochenende vom 28. und 29. März 2026 zum Zentrum des Innerschweizer Volleyballs: Beim ersten U-Finalturnier und den Cupfinals im Feldli kämpften über 300 Nachwuchstalente und mehrere Spitzenteams um Titel – und boten den Zuschauern ein intensives und stimmungsvolles Spektakel.

Rund 300 bis 350 Nachwuchsspielerinnen und -spieler kämpften in insgesamt 28 Teams um die Regionalmeistertitel der Swiss Volley Region Innerschweiz (SVRI). Gespielt wurde in den Kategorien U14, U16 und U18 – jeweils bei Mädchen und Knaben. Während die jüngsten Athletinnen und Athleten auf dem Kleinfeld antraten, wurde bei den älteren Kategorien auf dem Grossfeld gespielt.

OK-Präsidentin Franca Gisler zeigte sich sehr zufrieden mit der Premiere. Der Anlass sei sportlich hochstehend gewesen und habe gezeigt, wie gross das Interesse am Nachwuchsvolleyball in der Region sei. Besonders erfreulich sei gewesen, dass die Spiele fair verlaufen seien und sich keine grösseren Zwischenfälle ereignet hätten.

 

Nachwuchs überzeugt auf allen Stufen

Die Finalturniere boten zahlreiche spannende Begegnungen und eindrückliche Leistungen. Für die Teilnahme hatten sich nur die besten Teams der Saison qualifiziert – entsprechend hoch war das Niveau in allen Kategorien.

Die Regionalmeistertitel gingen an folgende Teams:

  • U14: SV Sempach
  • U16 Mädchen: Volley Luzern
  • U16 Knaben/Mixed: Volley Luzern
  • U18 Mädchen: VBC Steinhausen
  • U18 Knaben: TSV Steinen

Die Ranglisten werden online auf der Website von Volley Uri sowie des SVRI veröffentlicht.

 

Cupfinals als stimmungsvoller Höhepunkt

Der sportliche Höhepunkt des Wochenendes folgte am Samstagabend mit den Innerschweizer Cupfinals. Die Halle im Feldli war gut gefüllt, zahlreiche Fans sorgten gemeinsam mit DJ Pädi für eine mitreissende Atmosphäre. Ein Zuschauerwettbewerb sowie die Festwirtschaft und der Grillstand rundeten das Volleyballfest ab.

Im Damenfinal standen sich mit dem VBC Ebikon 1 und Volley Luzern D3 zwei Teams gegenüber, die sich im Verlauf der Saison im K.-o.-System durchgesetzt hatten.

 

Ebikon steigert sich und setzt sich durch

Die Partie begann ausgeglichen. Luzern erwischte den besseren Start und überzeugte insbesondere über die Diagonalposition mit druckvollen Angriffen. Der erste Satz entwickelte sich zu einem offenen Schlagabtausch, den Luzern schliesslich für sich entscheiden konnte (25:20).

Doch Ebikon reagierte eindrücklich. Im zweiten Satz trat das Team deutlich stabiler auf, verteidigte konsequent und brachte die Luzerner Offensive zunehmend unter Kontrolle. Besonders die Passeuse von Ebikon lenkte das Spiel geschickt und setzte ihre Angreiferinnen präzise ein. Auch am Block agierte das Team sehr kompakt (17:25).

Der zweite Satz ging klar an Ebikon – und das Momentum kippte. Im dritten Durchgang blieb das Spiel umkämpft, doch erneut behielt Ebikon in den entscheidenden Momenten die Oberhand (23:25). Im vierten Satz liess Ebikon schliesslich keine Zweifel mehr aufkommen: Mit druckvollem Spiel, starker Blockarbeit und grosser mannschaftlicher Geschlossenheit zogen sie davon und sicherten sich verdient den Cupsieg (16:25).

 

Herrenfinal mit Klasse und Emotionen

Im Herrenfinal traf Volley Luzern H2 auf den Titelverteidiger VBC Buochs 2 – eine Begegnung, die nicht nur sportlich, sondern auch emotional besondere Bedeutung hatte. Mit dem Flüeler Julian Schärer stand ein ehemaliger Herren-1-Spieler von Volley Uri auf dem Feld, der gleichzeitig im Organisationskomitee des Anlasses mitgewirkt hatte.

Der erste Satz war geprägt von der Dominanz Luzerns. Allen voran Luca Müller zeigte eine überragende Leistung und sorgte mit zahlreichen direkten Punkten aus Angriff und Service früh für klare Verhältnisse (25:16).

Im zweiten Satz fand Buochs besser ins Spiel. Die Nidwaldner erhöhten den Druck im Angriff und stellten sich defensiv besser auf die Luzerner ein. Insbesondere gelang es ihnen, Müller vermehrt zu kontrollieren. Der Satz entwickelte sich zu einem spannenden Duell auf Augenhöhe, in dem Buochs am Ende die konstantere Leistung zeigte und ausglich (22:25).

Doch Luzern reagierte entschlossen. Im dritten Satz knüpften sie wieder an die Leistung des Auftakts an: Variabel im Angriff, stark im Block und insgesamt präsenter auf dem Feld. Auch Julian Schärer setzte mit druckvollen Services wichtige Akzente (25:19). Im vierten Satz liess Luzern schliesslich nichts mehr anbrennen und entschied die Partie souverän für sich (25:20).

Für Schärer war der Final ein ganz besonderer Moment. Vor heimischem Publikum im Feldli aufzulaufen und gleichzeitig als OK-Mitglied Verantwortung zu tragen, sei einzigartig gewesen. Den Pokal vor vielen bekannten Gesichtern in die Höhe zu stemmen, sei das bisher emotionalste Erlebnis seiner Volleyballkarriere.

 

Organisation überzeugt – Vorfreude bleibt

Neben dem Sport überzeugte auch die Organisation. Dank intensiver Vorarbeit, breiter Unterstützung im Verein und zahlreicher freiwilliger Helferinnen und Helfer konnte ein Anlass dieser Grössenordnung erfolgreich durchgeführt werden.

Karl Suter, der Präsident der Swiss Volley Region Innerschweiz, lobte Volley Uri ausdrücklich. Es sei keineswegs selbstverständlich, dass eine Premiere in diesem Umfang derart reibungslos verlaufe. Die Umsetzung habe die Erwartungen übertroffen – sowohl sportlich als auch organisatorisch.

Auch Volley Uri Co-Präsident Niels Hansen zeigte sich sehr zufrieden mit dem Anlass. Das Wochenende habe eindrücklich gezeigt, welches Potenzial in einem solchen Event stecke und wie gut Volleyball in Uri verankert sei. Besonders wichtig sei nun, dass im kommenden Jahr viele Heimteams vertreten seien, um von der besonderen Atmosphäre profitieren zu können. Darauf wolle man in der Vorbereitung und der kommenden Saison gezielt hinarbeiten.

OK-Präsidentin Franca Gisler betonte abschliessend, dass der Anlass nur dank des grossen Engagements vieler Beteiligter möglich gewesen sei. Der Dank gelte allen Helferinnen und Helfern, den Event- und Naturalsponsoren sowie den Teams und Fans.

Die Vorfreude auf die Neuauflage ist bereits spürbar: denn auch im kommenden Jahr findet das Volleyballfest wieder in Uri statt. 

Bericht: Fabio Ziegler | Fotos U-Finaltage: Patrick Ambauen | Fotos Cupfinals: Linus Diezig

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